IDEAL AKE: Gespräch mit der Geschäftsleitung über die Anforderungen der Handelsgastronomie

FSE-News hat sich mit Claus Schmidt und Andreas Schäfer von IDEAL AKE getroffen. Claus Schmidt ist Geschäftsführer bei IDEAL in Gmunden, Andreas Schäfer ist Mitglied der Geschäftsleitung beim Tochterunternehmen AKE und zudem für das internationale Key Account Management des Premiumherstellers verantwortlich.

FSE-News: Herr Schmidt, Herr Schäfer, ich sehe Sie hier inmitten von Kühl- und Wärmevitrinen und zudem auch noch neben einer Selbstbedienungs-Kühlinsel stehen.

IDEAL AKE: Gespräch mit der Geschäftsleitung über die Anforderungen der Handelsgastronomie
Claus Schmidt, Vorsitzender der Geschäftführung IDEAL

Claus Schmidt: Gut erkannt! Was Sie hier sehen, ist quasi die Essenz dessen, was unser Unternehmen ausmacht.

FSE-News: Und das wäre?

Andreas Schäfer: Der Anspruch, die technologisch besten verfügbaren Instrumente herzustellen und zu liefern, die es derzeit am Markt gibt.

FSE-News: Also Kühlvitrinen und Wärmevitrinen und auch beides in Kombination?

Schmidt: Auch, ja. Aber eben nicht nur. Wissen Sie, das Leben besteht ja nicht nur aus Kühlen oder Warmhalten. Aber gerade für den Einzelhandel ist dies besonders wichtig.

FSE-News: Warum?

Schmidt: Nun ja: Der Einzelhandel, und allen voran der Lebensmitteleinzelhandel, unterliegt derzeit einem rasanten Wandel in Richtung “Außer-Haus-Verpflegung”.

FSE-News: Sie sprechen die Gastronomisierung an? Also die Erweiterung des klassischen Angebots um gastronomische Leistungen?

IDEAL AKE: Gespräch mit der Geschäftsleitung über die Anforderungen der Handelsgastronomie
Andreas Schäfer, Leiter internationales Key Account Management, AKE

Schäfer: Genau. In allen Ländern, wo IDEAL AKE aktiv ist, bewegt sich der Einzelhandel aktiv zum Kunden hin. Da wird nicht mehr geschaut, ob eine Ware verfügbar ist oder ins MHD zu laufen droht. Da wird geschaut, wie man das Lebensmittel einerseits professionell verarbeiten und darüberhinaus auch noch fertig zubereitet attraktiv und aktiv verkaufen kann.

FSE-News: Sie meinen, aus Kunden werden Gäste?

Schmidt: Genau das. Und zwar ungeachtet dessen, ob unsere Kunden im Selbstbedienungs- oder im Bediensegment unterwegs sind.

Schäfer: Die Unternehmen, die auf unsere Lösungen setzen, haben sogar die Möglichkeit, sich für das Eine wie für das Andere zu entscheiden – und zwar täglich und je nach Tageszeit.

FSE-News: Wie das? Eine Kühltheke ist eine Kühltheke und eine Vitrine ist eine Vitrine.

Schäfer: Richtig. Das bleibt auch so. Zumindest oberflächlich. Aber stellen Sie sich einmal vor, Sie können auch ohne Mitarbeiter-Bedarf ihre frischen kalten und warmen Speisen so präsentieren, dass sie den Verkauf wie von allein fördern.

FSE-News: Wie meinen Sie das?

Schmidt: Die Attraktivität eines Speisenangebots resultiert in allererster Linie aus appetitlichem, aus frischem Aussehen. Nichts ist abtörnender als eine angetrocknete Scheibe Leberkäs oder Käsescheiben, die sich am Rand bereits wellen.

FSE-News: So wie die Schnittkanten bei Tomatenscheiben?

Schmidt: Genau. Einer Tomate sieht man an, wie lange sie schon aufgeschnitten in der Präsentation liegt. Zumindest dann, wenn das Klima nicht stimmt.

FSE-News: Und Sie sorgen mit Ihren Modulen dafür, dass das Essen länger frisch und appetitlich aussieht?

Schäfer: Genau das ist unser Anspruch.

Schmidt: Sie haben eben mit dem Begriff “Module” genau den Kern getroffen. Wissen Sie, ich habe selbst 15 Jahre lang im Ladenbau Verantwortung getragen. Da lernt man schnell, wie wichtig es ist, modular zu denken.

FSE-News: Sie meinen, um die Planung zu vereinfachen?

Schmidt: Nicht nur das. Am allerehesten geht es darum, dem Ladenbetreiber Lösungen anzubieten, mit denen er flexibel bleibt. Die Schnelllebigkeit in Geschmäckern einerseits und in Ernährungsgewohnheiten andererseits erlaubt es einem Einzelhändler heute nicht mehr, in Dekaden zu denken.

FSE-News: Dann wäre es doch vielleicht richtig, immer nur die günstigste Lösung zu kaufen, damit man nicht so viel Kapital bindet.

Schäfer: Wenn Sie eine Glaskugel hätten, die Ihnen genau sagt, wie lange ein Trend oder eine Mode anhält, dann würde ich Ihnen Recht geben. Auf der sicheren Seite sind Sie damit aber immer noch nicht. Einfach deswegen, weil Ihnen die Flexibilität immer noch fehlt.

Schmidt: Was einmal eingebaut ist, wird häufig nicht mehr so gern angefasst. Da will man sich drauf verlassen, dass die Technik funktioniert. Über Jahre hinweg.

FSE-News: Sie haben vorhin gesagt, dass es sogar wichtig sei, täglich oder gar stündlich entscheiden zu können, ob man mit oder ohne Mitarbeitern arbeiten will.

Schmidt: Richtig. Schließlich haben auch die Einzelhändler Zeiten, in denen nichts los ist und Zeiten, in denen es brummt. Wenn Sie Menschen einsetzen, um Ware zu verkaufen oder Speisen frisch vor den Augen der Gäste zuzubereiten oder anzurichten, schaffen Sie auch eine höhere Preisbereitschaft – unabhängig vom Produkt.

Schäfer: Und wenn es dann mal ruhiger ist, darf es nicht so aussehen, als sei der Laden geschlossen. Genau für diese Flexibilität bauen wir unsere Module. Die Lebensmittel sollen die für sie optimale Temperatur auch dann behalten, wenn die Vitrine laufend geöffnet oder geschlossen wird.

Schmidt: Und sogar dann, wenn beispielsweise eine Belege-Station für Sandwiches einmal über einen langen Zeitraum offen bleiben muss, weil man nicht immer auf und zu machen kann.

FSE-News: Zusammenfassend könnte man also sagen, dass IDEAL AKE im Kopf des Kunden zuhause ist und die Anforderungen nicht nur erkennt sondern manchmal auch vorhersehen kann?

Schmidt: Drücken wir es einmal so aus: Die Kette hat 5 Glieder, die ineinander greifen. Verbraucher – Einzelhändler – Ladenbauer – Hersteller – Physik. Der Nukleus, also die Keimzelle, ist in allen Fällen der Verbraucher. Wenn wir die gesellschaftlichen Entwicklungen nicht richtig deuten, dann entwickeln wir am eigentlichen Bedürfnis des Einzelhändlers vorbei.

FSE-News: Und das wäre?

Schmidt: Unternehmerisch im Wettbewerb erfolgreich zu sein. Nichts ist schlimmer als eine Fehlinvestition, die nur deswegen getätigt wurde, weil man die Wünsche der Verbraucher, also der Gäste, falsch interpretiert hat.

Schäfer: Genau hierbei helfen wir zusammen mit unseren Partnern. Also den Importeuren wie den Fachplanern wie den Ladenbauern.

FSE-News: Herr Schmidt und Herr Schäfer, ich danke Ihnen für das Gespräch.

 


Das Gespräch führte FSE-News Herausgeber Tim Oberstebrink (FCSI)