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Bitte nicht durcheinander werfen: Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Obwohl sie oft gleichzeitig und manchmal sogar synonym verwendet werden, sind Digitalisierung und künstliche Intelligenz (KI) sind zwei unterschiedliche Konzepte. Beide spielen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung von Gastronomie und Hotellerie. Allerdings haben sie deutlich unterschiedliche Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Betriebe in dieser Branche funktionieren.

Digitalisierung bezeichnet im Allgemeinen den Prozess der Umwandlung analoger Informationen in ein digitales Format. In der Gastronomie und Hotellerie kann dies eine Vielzahl von Anwendungen haben. Ein gutes Beispiel für Digitalisierung ist das Übergang von handgeschriebenen Bestellungen zu Point-of-Sale (POS) Systemen. Diese Systeme digitalisieren Bestellungen und senden sie direkt an die Küche, was den Prozess beschleunigt und Fehler reduziert.

Ein weiteres Beispiel ist die Implementierung von Online-Buchungsplattformen. Früher mussten Gäste anrufen, um einen Tisch zu reservieren oder ein Zimmer zu buchen. Heute können sie dies bequem online tun, was den Prozess für alle Beteiligten einfacher und effizienter macht. Ähnliches gilt für die Nutzung digitaler Menüs anstelle von gedruckten Versionen. Gäste können über QR-Codes auf Menüs zugreifen, was die Notwendigkeit physischer Menüs minimiert und den Gästen gleichzeitig mehr Flexibilität und Kontrolle bietet.

Digitalisierung kann auch zur Optimierung des Back-End-Prozesses verwendet werden. Viele Restaurants und Hotels nutzen mittlerweile digitale Tools zur Verwaltung ihrer Bestände, zur Planung der Mitarbeiterschichten oder zur Analyse ihrer Verkaufsdaten. Diese Tools verbessern die Effizienz und ermöglichen es Managern, fundierte Entscheidungen auf der Grundlage genauer und aktueller Informationen zu treffen.

Digitalisierung: Ohne den Menschen geht‘s nicht

Trotz dieser Vorteile erfordert die Digitalisierung immer noch einen erheblichen menschlichen Eingriff. Jemand muss das POS-System bedienen, die Online-Buchungsplattform verwalten oder die Daten aus dem Bestandsmanagementsystem interpretieren. Darüber hinaus kann Digitalisierung lediglich bestehende Prozesse optimieren und effizienter machen, sie bietet aber wenig Möglichkeiten zur Innovation oder zur Erstellung neuer Services oder Produkte.

Künstliche Intelligenz (KI), auf der anderen Seite, bietet ein völlig neues Niveau an Möglichkeiten. Im Gegensatz zur Digitalisierung, die in erster Linie darauf abzielt, analoge Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren, zielt KI darauf ab, menschenähnliche Intelligenz in Maschinen und Systemen zu replizieren.

In der Gastronomie und Hotellerie gibt es bereits zahlreiche Anwendungen für KI. Eine der bekanntesten ist vielleicht der Einsatz von Chatbots im Kundenservice. Diese KI-basierten Systeme können Kundenanfragen rund um die Uhr beantworten, ohne dass ein menschlicher Mitarbeiter anwesend sein muss. Sie können einfache Anfragen bearbeiten, wie zum Beispiel Fragen zur Speisekarte oder zur Verfügbarkeit von Zimmern, und bei komplexeren Anfragen an einen menschlichen Mitarbeiter weiterleiten.

KI-Disziplin: Vorausschauende Analyse und das Treffen von Entscheidungen

Durch die Analyse historischer Daten können KI-Systeme Muster erkennen und Vorhersagen über zukünftige Trends machen. Dies kann in der Gastronomie und Hotellerie zur Vorhersage der Nachfrage nach bestimmten Gerichten oder zur Optimierung der Zimmerpreise in Abhängigkeit von der erwarteten Auslastung verwendet werden. Es gibt, siehe Peter Pane, sogar bereits Ansätze, je nach Belegung bestimmter Restaurantzonen und Bestellungen die entsprechende Musik- und Lichtsteuerung komplett der KI zu überlassen – das dadurch gestiegene Wohlfühlgefühl der Gäste soll zu höheren Durchschnittsbons führen.

In einigen Fällen wird KI sogar zur Automatisierung der Lebensmittelzubereitung eingesetzt. In San Francisco zum Beispiel gibt es ein Restaurant namens Creator, in dem ein Roboter jeden Schritt des Burgerbratens übernimmt, von der Auswahl und dem Schneiden der Zutaten bis zum Grillen und Zusammenbauen des Burgers. Dieser Ansatz hat das Potenzial, die Effizienz zu erhöhen, die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und die Qualität und Konsistenz des Endprodukts zu gewährleisten.

Während KI also das Potenzial hat, viele Aspekte der Gastronomie und Hotellerie zu revolutionieren, sollte nicht übersehen werden, dass sie auch Herausforderungen und Grenzen hat. Erstens ist KI stark datenabhängig, was bedeutet, dass sie nur so gut funktioniert wie die Daten, die sie füttern. Ungenaue oder unvollständige Daten können zu fehlerhaften Vorhersagen oder Entscheidungen führen.

Zweitens gibt es ethische und rechtliche Bedenken im Zusammenhang mit der Nutzung von KI. Diese reichen von Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und des Datenschutzes bis hin zu Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Automatisierung auf Arbeitsplätze und die soziale Gerechtigkeit.

Schließlich kann KI die menschliche Interaktion oder das menschliche Urteilsvermögen (noch) nicht vollständig ersetzen. Ein Chatbot kann zwar einfache Anfragen beantworten, aber er kann nicht die gleiche Art von personalisiertem und empathischem Service bieten, den ein menschlicher Mitarbeiter bieten kann.


 

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