- Anzeige -
- Anzeige -

Interview: IDEAL AKE-Geschäftsführer Peter Habersatter über Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

In der Reihe „Sommer-Interviews“ befragten wir in der vergangenen Woche Peter Habersatter, CEO von IDEAL AKE, zu Nachhaltigkeit und Efffizienz bei Kühltechnik und Speisenpräsentation.

FSE-News: Herr Habersatter, könnten Sie uns über IDEAL AKE und dessen Rolle im Bereich der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Großküchentechnik erzählen?

Peter Habersatter: Der Einsatz energieeffizienter Geräte von IDEAL AKE trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Betriebskosten bei. Unsere moderne Kühlgeräte sind mit energieeffizienten Kompressoren, hochwertige Isoliermaterialien und intelligenten Steuerungssystemen ausgestattet, die den Energieverbrauch optimieren und den Kühlbedarf an die tatsächlichen Anforderungen anpassen können. Des Weiteren trägt eine effiziente Kühlung zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung bei. Durch die angemessene Lagerung von Lebensmitteln bei kühlen Temperaturen bleiben sie länger frisch und können länger verwendet werden. Dadurch wird der Bedarf an regelmäßigem Nachschub reduziert und Lebensmittelverschwendung verringert.

FSE-News: Wie hat die Ökodesign-Richtlinie die Entwicklung und Produktion von Kühlmöbeln in Ihrem Unternehmen beeinflusst?

Peter Habersatter: Die Richtlinie legt umfangreiche Anforderungen fest, die darauf abzielen, die Energieeffizienz von elektrischen Geräten zu verbessern und den Umweltfußabdruck zu verringern. Um den Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie gerecht zu werden, haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen. Es wurde viel in Forschung und Entwicklung investiert , um energieeffiziente und umweltfreundliche Lösungen für Kühlmöbel zu erforschen und zu entwickeln. Wir haben verstärkt in die Integration neuer Technologien investiert, um den Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig eine optimale Kühlleistung zu gewährleisten. Insgesamt hat die Ökodesign-Richtlinie zu einer grundlegenden Umgestaltung unserer Produktentwicklung und Produktion geführt. Wir sehen dies jedoch nicht nur als regulatorische Verpflichtung, sondern auch als Chance, uns als umweltbewusstes Unternehmen zu positionieren und einen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen.

FSE-News: Welche konkreten Maßnahmen hat Ihr Unternehmen unternommen, um die Energieeffizienz Ihrer Kühlmöbel zu verbessern?

Peter Habersatter: Nun, zu Allererst die Verwendung energieeffizienter Komponenten: Wir haben unsere Kühlmöbel mit energieeffizienten Kompressoren, Ventilatoren und anderen elektrischen Komponenten ausgestattet, die den Energieverbrauch reduzieren. Durch den Einsatz modernster Technologien können wir den Energiebedarf senken, ohne dabei die Kühlleistung zu beeinträchtigen. Dann wurden die Isolierungen weiter optimiert: Wir haben unsere Kühlmöbel mit hochwertiger Isolierung ausgestattet, um den Wärmeverlust zu minimieren. Dadurch bleibt die Kälte im Inneren des Kühlmöbels besser erhalten, wodurch der Energiebedarf für die Kühlung reduziert wird.

Und zuletzt setzen wir auf effiziente Steuerungssysteme: Wir haben intelligente Steuerungssysteme implementiert, die den Energieverbrauch unserer Kühlmöbel optimieren. Diese Systeme überwachen und regeln die Temperatur, basierend auf den tatsächlichen Anforderungen und dem Nutzungsverhalten. Durch eine präzise und dynamische Steuerung können wir den Energieverbrauch weiter reduzieren.

FSE-News: Welche Herausforderungen sind bei der Einhaltung der Ökodesign-Richtlinie aufgetreten und wie haben Sie diese gelöst?

Peter Habersatter: Herausforderungen gibt es vor allem bei offenen Kühlungen – die physikalischen Gesetze gelten ja auch weiterhin. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, bei offenen Vitrinen auch geschlossene Pendants zu entwickeln, wie beispielsweise beim „Kühlregal Brillant“. Dadurch wird der Energieverbrauch bei der Variante mit Flügeltüren im Vergleich zur offenen Variante um über 70% gesenkt.

FSE-News: Welche Vorteile bringen energieeffiziente Kühlmöbel für die Betreiber von Großküchen mit sich und wie kommunizieren Sie diese Vorteile an Ihre Kunden?

Peter Habersatter: Einer der Hauptgründe: Energieeffiziente Kühlmöbel reduzieren den Energieverbrauch erheblich. Dadurch können Betreiber von Großküchen ihre Energiekosten senken. Energieeffiziente Kühlmöbel tragen aber auch zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei, da diese weniger Energie verbrauchen und somit weniger Treibhausgasemissionen erzeugen. Und nun das besondere an IDEAL AKE: Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen an, die den individuellen Anforderungen und Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen – und dabei auch alle Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie erfüllen. Dies sind die Themen, welche wir vor allem auch in unseren Workshops in der IDEAL AKE Akademie in Bad Mitterndorf unseren Kunden kommunizieren.

FSE-News: Die F-Gase-Verordnung hat die Verwendung natürlicher Kältemittel vorangetrieben. Wie hat Ihr Unternehmen auf diese Entwicklung reagiert?

Peter Habersatter: Ähnlich der Ökodesign-Richtline: Investitionen in Forschung & Entwicklung ermöglichten es, das gesamte Produktsortiment bei eigengekühlten Geräten auf das Kältemittel R290 (Propan) umzustellen.

FSE-News: Welche Arten von natürlichen Kältemitteln verwenden Sie in Ihren Produkten und warum haben Sie sich für diese entschieden?

Peter Habersatter: Bei eigengekühlten Geräten wird auf das natürliche Kältemittel R290 (Propan) gesetzt, da es ein sehr geringes Treibhauspotenzial (GWP von 3) aufweist. Bei zentralgekühlten Geräten wird als Alternative die Variante mit CO2 (R744) angeboten. CO2 ist ein natürliches Kältemittel mit sehr geringen Treibhauspotenzial (GWP von 1). Beide Kältemittel sind ungiftig und haben ausgezeichnete thermodynamische Eigenschaften.

FSE-News: Welche technischen oder sicherheitstechnischen Herausforderungen sind mit der Verwendung natürlicher Kältemittel verbunden und wie gehen Sie damit um?

Peter Habersatter: Anlagen mit dem natürlichen Kältemittel CO2 (R744) arbeiten im Vergleich zu synthetischen Kältemitteln mit höheren Druck. Dies erfordert, dass die Kühlsysteme und Komponenten entsprechend ausgelegt sind, um den erhöhten Druck standzuhalten.
Des Weiteren sind einige natürliche Kältemittel wie Propan (R290) entflammbar. Die sichere Handhabung und Installation von Kühlmöbeln mit entflammbaren Kältemitteln erfordert spezielle Sicherheitsvorkehrungen, wie zum Beispiel die Verwendung von explosionsgeschützten Elektronikkomponenten. Unsere Produkte werden selbstverständlich gemäß den erforderlichen Normen und Vorschriften getestet und zertifiziert.

FSE-News: Wie unterstützen Sie Ihre Kunden dabei, den Übergang zu energieeffizienteren Kühlmöbeln und natürlichen Kältemitteln zu bewältigen?

Peter Habersatter: Wir unterstützen unsere Kunden durch technische Beratung und Expertise. Unser breites Standardsortiment bietet für fast jede Anfrage die richtige Lösung. Und wenn nicht, finden wir durch unsere Expertise im Sonderbau immer eine Lösung.

FSE-News: Wie sehen Sie die Zukunft der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der Großküchentechnik, insbesondere im Hinblick auf Kühlmöbel?

Peter Habersatter: In den letzten Jahren hat sich ein verstärktes Bewusstsein für Umweltfragen und Nachhaltigkeit entwickelt, und viele Unternehmen investieren in energieeffiziente Lösungen, um ihre Betriebskosten zu senken und ihre ökologischen Fußabdrücke zu verringern. Ich denke dieser Trend wird sich weiterfortsetzen und sogar noch verstärken.

FSE-News: Wie bereitet sich Ihr Unternehmen auf zukünftige regulatorische Änderungen in Bezug auf Energieeffizienz und nachhaltige Kühllösungen vor?

Peter Habersatter: Natürlich beobachten wir als Hersteller permanent die regulatorischen Entwicklungen. Wichtig dabei sind nicht nur die Verfolgung von Gesetzesänderungen oder der Kontakt zu Regierungsbehörden, sondern auch die aktive Teilnahme an Branchenverbänden sowie die enge Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten. So können wir frühzeitig auf neue Anforderungen reagieren und Strategien entsprechend anpassen. In Folge bedarf es wiederum Investitionen in Forschung & Entwicklung, um die bevorstehenden regulatorischen Änderungen umzusetzen.

FSE-News: Gibt es abschließend noch etwas, das Sie unseren Lesern mitteilen möchten, vielleicht ein Ratschlag oder eine besondere Einsicht aus Ihrer Erfahrung im Bereich der energieeffizienten und nachhaltigen Großküchentechnik?

Peter Habersatter: Wichtig ist die ganzheitliche Betrachtung der Großküchentechnik und Arbeitsprozesse im Hinblick auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Durch diese Herangehensweise kann nicht nur der ökologischen Fußabdruck reduziert werden, sondern auch Kosten gesenkt, die Effizienz gesteigert und das Image eines Unternehmens in Bezug auf Nachhaltigkeit verbessert werden. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind somit nicht nur eine Verpflichtung für die Umwelt, sondern bieten auch wirtschaftliche Vorteile und Wettbewerbsvorteile.

Das könnte Sie auch interessieren
Letzte Nachrichten

Alto-Shaam enthüllt Prodigi Öfen auf Internorga

Alto-Shaam stellt seine innovativen Prodigi™ Kombi-Öfen, die mehrere Garfunktionen in...

HOBART SMART LOAD steigert Kücheneffizienz

Das neu vorgestellte Beladungssystem HOBART SMART LOAD ermöglicht eine...

Ecolab: Nachhaltige Innovationen auf Internorga 2024

Ecolab stellt auf der Internorga 2024 neben den neuen...

HOOSY zeigt Präsenz auf prominenten Gastgewerbe-Events

Eschborn, 12. Februar 2024 - Der Dachverband HOOSY, bekannt...

INTERNORGA: Bühne für Start-up-Innovationen

Die INTERNORGA 2024 wird erneut zur Plattform für Start-ups...

Entdecken Sie die Zukunft der Kühlung mit IDEAL AKE auf der Internorga

Anzeige Erleben Sie Innovation hautnah: Seien Sie eine der ersten...

BRITA launcht PROGUARD für Gastronomie

BRITA stellt mit dem PROGUARD Gastronomy ein innovatives Umkehrosmose-Filtersystem...

Mikrowellen inklusive: RATIONAL bringt neue Produktreihe

Rational plant die Einführung einer neuen Produktreihe: Das neue...

NordCap mit innovativen Food-Konzepten auf der Internorga 2024

Auf der Internorga präsentiert NordCap Trends und neue Konzeptideen...

Ascobloc zeigt Neuheiten auf Internorga

Ascobloc stellt auf der Internorga 2024 sein erweitertes Portfolio...
 
Datenschutz
Wir, digital foodservice media Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Wir, digital foodservice media Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: