3 Chefs zum Thema Spültechnik 2016

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Vor den Frühjahrsmessen laufen sich die Geräte- und Maschinen-Hersteller warm. Neue Anwendungen, neue Nutzen-Versprechen, neue Argumente. Wir haben drei Fragen zusammengestellt, auf die wir von den Leitern namhafter Hersteller Antworten suchten.

Die Antworten kamen von:

  • Martin Hübner (Leiter Professional, Miele Vertriebsgesellschaft Deutschland)
  • Thomas Pfeiffer (Geschäftsführer Winterhalter Deutschland GmbH)
  • Dr. Stefan Scheringer (Geschäftsführer Meiko Maschinenbau GmbH & Co. KG)

1. Gemessen an den Trends, die Sie in den letzten 12 Monaten beobachtet haben: Welche Auswirkungen werden diese auf die Spültechnik 2016 haben?

Martin Hübner: Bei den Anschaffungskosten für Spültechnik spielen immer auch die späteren Kosten für den Ressourcenverbrauch eine Rolle. Deshalb hat die Senkung der Betriebskosten für uns höchste Priorität. Folglich haben wir während der Entwicklung unserer neuesten Geräte  den Wasser- und Energieverbrauch kontinuierlich gesenkt. Ein gutes Beispiel sind dafür unsere Hauben-Tankgeschirrspüler in der Eco-Ausführung. Hier werden durch den Einsatz eines Wärmetauschers die Energiekosten gegenüber der Standardausführung um weitere 20 Prozent reduziert.

Thomas Pfeiffer: Wir binden unsere Kunden systematischer in die Produktentwicklung ein. Unsere Leute waren in den vergangenen Monaten viele viele Tage in den Betrieben unserer Kunden. Wir wollten die Sorgen, Herausforderungen und neue Anforderungen an Spültechnik direkt am Arbeitsplatz der Spülmaschine hinterfragen und Neues daraus ableiten. Da geht es nicht nur um bahnbrechende Innovationen, sondern auch um kleine, den Arbeitsablauf enorm erleichternde Verbesserungen. Vor allem Bäcker, Metzger und Gastronomen haben ihre Erfahrungen mit in die Entwicklung unserer neuen UF-Serie eingebracht. So hat unser Markt das Produkt quasi mit entwickelt und kann sich so noch stärker damit identifizieren.

Dr. Stefan Scheringer: Die Spültechnik kann sich von den allgemeinen Trends nicht abkoppeln. Wir beobachten die Trends ständig mit der Frage, welche Rückschlüsse wir für unseren Marktauftritt inkl. der Produkte ziehen müssen. Ein gutes Beispiel ist das digitale Zeitalter in dem wir leben. Wer hätte vor 20 Jahren daran gedacht, dass man mit einer Armbanduhr sprechen oder navigieren kann? Überträgt man diesen Gedanken auf unsere Spülmaschinen, dann haben wir hier eine Riesenspielwiese: Wir kommunizieren mit den Maschinen via Bluetooth (Steuerung), wir kommunizieren via Farbe (LED-beleuchteter Griff oder Bandbelegungssignal) und wir kommunizieren via Display-Anzeigen (Fortschrittsbalken). Die Entwicklungen werden weitergehen und wir haben uns das Ziel gesetzt, den Anschluss nicht zu verpassen.

2. Wie sehen Ihre Unternehmens-Ziele für 2016 aus – insbesondere bezogen auf die angebotenen Produkte?

Martin Hübner: Weil sich auch die Auswahl der richtigen Reinigungschemie positiv auf die Gesamtbetriebskosten auswirkt, entwickeln wir uns im Jahr 2016 weiter zum Systemanbieter für unsere Kunden. Geräte, Zubehör, Verbrauchsmaterial und Service aus einer Hand – all das bieten wir in diesem Jahr neu unter dem Namen  „System4Shine“ an. Dazu gehört auch „ProCare Shine“: unsere eigene Reinigungschemie, die speziell für den Einsatz in Spülmaschinen von Miele Professional entwickelt wurde. Reiniger und Klarspüler können jetzt schnell und komfortabel in unserem eigenen Online-Shop bestellt werden.

Thomas Pfeiffer: „Experience Innovation“ – das ist unser Motto für die Frühjahrsmessen. Wir wollen unsere Innovationsoffensive mit erleb- und fühlbaren Messepräsentationen unterbauen, die alle Sinne anspricht und das Neue greifbar machen soll.

Dr. Stefan Scheringer: Wir wollen weiter wachsen, wie uns das auch die letzten Jahre gelungen ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung kundengerechter und ideenreicher Produkte. Natürlich bedeutet Wachstum für uns jedoch auch der weitere Ausbau der MEIKO Gruppe insgesamt und damit unsere Tochtergesellschaften und Service-Centren weltweit. Wir möchten überall in der Welt ein Komplettpaket an sauberen Lösungen bieten können. Neueste Produkt-Entwicklungen sehen Sie auf den Frühjahrsmessen. UPster heißt die neue Spülmaschinen-Generation: Bewährte MEIKO Qualität zu einem Preis, der im Einstiegsbereich der Premiumklasse angesiedelt ist. Und damit es wirklich schnell geht, sind alle Modelle innerhalb von 5 Tagen über dem klassischen Fachhandel lieferbar. Die Serie umfasst Untertisch-, Hauben- und Korbspülmaschinen. Besonders die Korbspülmaschinen punkten: Sie benötigen wenig Platz und als erste Korbspülmaschine im Markt keinen Abluftstutzen. An weiteren Entwicklungen wird eifrig gearbeitet – allerdings wollen wir nicht zu viel zu früh verraten.

3. Welches sind die wichtigsten Anforderungen an Spüllösungen, die von HoReCa-Betreibern derzeit gestellt werden?

Martin Hübner: Die Spüllösung muss zum Spülgut und zum Einsatzort passen. Das heißt: Wo in kurzer Zeit große Mengen des gleichen Spülguts sauber werden müssen, entwickeln unsere Tankspüler ihre Stärken. Überall dort, wo es zwischen den Stoßzeiten längere Pausen gibt und weniger als 40 Chargen täglich gespült werden, sind die Frischwasserspüler von Miele Professional ideal. Zwar dauern die Programme etwas länger (die kürzeste Programmlaufzeit beträgt 5 Minuten), dafür kann jedoch auf eine Vorbehandlung des Spülgutes verzichtet werden und das Gerät hat dank seiner zwei Spülebenen eine deutlich größere Beladungskapazität. Weiteres Plus: Frischwasserspüler verbrauchen nur dann Strom und Wasser, wenn ein Programm gestartet wird. Im Rahmen unserer Beratungen berechnen wir für unsere Kunden individuell, welches System die jeweils bessere Lösung ist.

Thomas Pfeiffer: Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit sind nach wie vor die Basisanforderung jedes Betreibers. Inzwischen spielen Energieeffizienz und Einbindung in Servicekonzepte ebenfalls eine gewichtige Rolle.

Dr. Stefan Scheringer: Unverändert steht ein gutes Waschergebnis im Mittelpunkt – dafür werden die Maschinen ja letztendlich gekauft. Natürlich erwarten die Kunden niedrige Betriebskosten. Dazu zählen auch eine hohe Stabilität und Zuverlässigkeit und ein schneller, kompetenter Service.

 


 

Die Fragen stellte Tim Oberstebrink

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