Mit dem Relaunch der MasterLine zeigt MKN auf der Intergastra 2026, wie sich klassische Herdtechnik konsequent weiterentwickeln lässt, ohne den Küchenalltag zu verkomplizieren. Der zentrale Schritt: Die Bedien- und Assistenzlogik der neuen OPTIMA wird erstmals vollständig in die MasterLine integriert. Das Ergebnis ist ein System, das bewusst zwei Welten zusammenführt – vertraute, haptische Bedienung und digitale Unterstützung dort, wo sie im Alltag echten Mehrwert liefert.
Vertraut bedienbar – digital unterstützt
Kern des neuen Konzepts ist OPTIMA Control. Das Bediensystem kombiniert drei Elemente: den klassischen Edelstahl-Premiumknebel, den OPTIMA Pilot als Multifunktionsbedienung sowie ein zentral platziertes Display. Ziel ist nicht, Köche an Menüs und Touchflächen zu binden, sondern Assistenzfunktionen situationsabhängig verfügbar zu machen.
Leistungsstufen lassen sich weiterhin direkt und intuitiv über den Knebel einstellen – genau so, wie es viele Teams seit Jahrzehnten gewohnt sind. Ergänzend können über den OPTIMA Pilot Funktionen wie Timer, Kerntemperaturüberwachung oder weitere Unterstützungsfunktionen aufgerufen werden. Wer klassisch arbeiten will, kann das weiterhin tun. Wer Unterstützung braucht, bekommt sie auf Knopfdruck.
Display-Ergonomie aus der Praxis heraus gedacht
Auffällig ist die geneigte Displayposition. Statt senkrecht in der Front sitzt das Display in einem 45-Grad-Winkel im direkten Sichtfeld des Kochs. Der Blick geht nicht nach unten, sondern bleibt im Arbeitsfluss. Gleichzeitig ist das Display so positioniert, dass Wasser, Fett oder Reinigungsmittel kontrolliert ablaufen können.
Für den harten Küchenalltag ist das System entsprechend ausgelegt: Die MasterLine ist vollständig in IPX6-Strahlwasserschutz ausgeführt. Eine intensive Reinigung mit Wasser ist damit problemlos möglich – ein klares Signal in Richtung Hygiene, Robustheit und Alltagstauglichkeit.
Intelligenz aus dem Kombidämpfer – übertragen auf die Herdtechnik
Ein zentrales Thema am MKN-Stand: Technologien, die man bislang vor allem aus Kombidämpfern kennt, werden gezielt in die horizontale Kochtechnik übertragen. Dazu gehört unter anderem der Kerntemperaturfühler, der über eine Buchse an der Front angeschlossen wird.
Der eingesetzte Mehrpunkt-Fühler entspricht den Systemen aus dem Kombidämpfer-Umfeld und ermöglicht kontrolliertes Garen auch an klassischen Kochstellen – etwa beim Schmoren, Niedertemperaturgaren oder bei sensiblen Proteinprodukten.
Induktion mit Feedback: Transparenz im Prozess
Bei der Induktion setzt MKN auf visuelles Prozess-Feedback. Die automatische Topferkennung zeigt an, ob ein Topf korrekt positioniert ist und welche Fläche aktiv genutzt wird. Je nach Ausführung unterscheidet das System zwischen verschiedenen Induktionsarten.
Der Mehrwert liegt weniger im Show-Effekt, sondern in der Prozesssicherheit: Energie wird nur dort abgegeben, wo sie benötigt wird, und der Koch erhält sofortige Rückmeldung über den Status der Kochstelle.
Automatisierung dort, wo sie entlastet
Besonders praxisnah zeigt sich das Konzept bei Geräten mit hohem Wiederholungsgrad, etwa bei der Fritteuse. Temperatur und Timer werden definiert, der Korb beladen – Absenken und Anheben erfolgen automatisch. Das reduziert Bedienfehler und sorgt für reproduzierbare Ergebnisse, insbesondere in Stoßzeiten.
Auch beim Nudelkocher wird Prozessunterstützung sichtbar. Die Wasserzugabe kann so programmiert werden, dass in definierten Intervallen automatisch Frischwasser zugeführt wird, um Stärke abzuschwemmen. Ein permanenter Wasserfluss ist nicht mehr nötig.
Konstruktion, Hygiene und Servicezugang
Die MasterLine bleibt ihrer Grundidee treu: fugenlose Bauweise, keine Schrauben im Sichtbereich, lasergeschweißte Übergänge. Ergänzt wird dies durch massiv ausgelegte Edelstahlflächen und hygienisch optimierte Schrankräume.
Der Servicezugang erfolgt vollständig über die Front. Komponenten wie Heizkörper oder Displays lassen sich austauschen, ohne die gesamte Anlage demontieren zu müssen – ein wichtiger Punkt für Betriebe mit hoher Auslastung und minimalen Stillstandsfenstern.
Individualisierung als Planungsthema
Neben der Technik spielt MKN die planerische Flexibilität aus. Unterschiedliche Schliffbilder, individuell wählbare Blendenfarben sowie optional integrierte Medienboards ermöglichen es, die Anlage exakt auf den jeweiligen Arbeitsplatz zuzuschneiden.
Die MasterLine versteht sich damit weniger als einzelnes Produkt, sondern als konfigurierbares Arbeitssystem, das sich an Betriebsgröße, Konzept und Personalstruktur anpassen lässt.
Einordnung für den Markt
Mit dem Relaunch positioniert MKN die MasterLine nicht als radikalen Bruch, sondern als konsequente Weiterentwicklung für professionelle Küchen mit gemischten Teams, hohem Durchsatz und steigenden Anforderungen an Hygiene und Prozesssicherheit.
Fazit: Die neue MasterLine versucht nicht, den Koch neu zu erziehen. Sie unterstützt dort, wo Technik im Alltag tatsächlich hilft – und bleibt dabei bewusst bedienbar wie eine klassische Herdanlage.

