Miele baut Engagement für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz deutlich aus

Ab 2021 arbeitet der Gütersloher Familienkonzern Miele über alle Standorte hinweg CO₂-neutral. Dies bezieht sich auf Treibhausgasemissionen aus eigenen Verbrennungsprozessen („Scope 1“) sowie den Emissionen der Energielieferanten („Scope 2“).

Miele orientiert sich an den Zielen des Pariser Klimaabkommens, die globale Erderwärmung gegenüber der vorindustriellen Ära auf deutlich unter 2°C, besser: unter 1,5°C, zu begrenzen. „Als produzierendes Unternehmen sind wir uns unserer Verantwortung in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette bewusst und setzen uns langfristig auch hier ehrgeizige Ziele“, erklärt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Markus Miele.

Um CO₂-Neutralität zu erreichen, sollen zunächst die direkten CO₂-Emissionen an den Standorten, die etwa durch Heizung, Strom- und Treibstoffverbrauch entstehen, deutlich reduziert werden („Scope 1“). Entsprechendes gilt für die indirekten CO₂-Emissionen, die durch die Stromerzeugung der Energielieferanten entstehen („Scope 2“). Ziel ist, den so errechneten Ausstoß von CO₂ bis 2030 um 50 Prozent zu senken – verglichen mit 2019. Bei einem Ausstoß von 90.000 Tonnen CO₂ im Jahr 2019 entspricht dies einer Reduktion von etwa 45.000 Tonnen. Dafür soll die eigene Stromerzeugung mit Hilfe von Photovoltaikanlagen in den nächsten Jahren massiv auf- und ausgebaut werden. Bereits im April startete im Miele-Werk im chinesischen Dongguan eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von knapp 8.150 Quadratmetern, die etwa ein Drittel des dortigen Strombedarfs deckt. Allein durch diese Maßnahme spart Miele 1.600 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Auch am Stammsitz in Gütersloh und an weiteren Werkstandorten sind zusätzliche Photovoltaikanlagen geplant.

Langfristige Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks als Ziel

Gleichzeitig stellt Miele seine weltweite Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energiequellen um – hierbei handelt es sich um mehr als 165.000 Megawattstunden im Jahr. So bezieht Miele Strom aus erneuerbaren Energien direkt über den jeweiligen lokalen Stromanbieter oder über den Bezug von hochwertigen Grünstrom-Herkunftsnachweisen, sogenannte Energy Attribute Certificates (EAC‘s). Dabei stammt der Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen, die jünger als zehn Jahre und mit dem international anerkannten EKOenergy-Label zertifiziert sind. Für jede mit diesem Label bezogene Megawattstunde wird ein zusätzlicher Betrag in einen Klimafonds investiert, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Eine weitere Quelle sind zukünftig langfristige Stromlieferverträge, sogenannte „Power Purchase Agreements“, bei denen der Strom direkt aus nahe gelegenen Wind- und Photovoltaikanlagen stammt.

Ergänzend hierzu will das Unternehmen seine Energieverbräuche weiter senken – um bis 2030 weitere 30 Gigawattstunden Energie einzusparen und auch dadurch den eigenen CO₂-Fußabdruck dauerhaft zu verbessern. „Wir haben hier in den letzten Jahren bereits beachtliche Erfolge und viele Verbesserungen erzielt, auf denen wir aufbauen können“, erklärt Technik-Geschäftsführer Dr. Stefan Breit. Potenzial zur Reduzierung der Emissionen sieht das Familienunternehmen etwa bei der Fahrzeugflotte, wo Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich sind. Um auch die CO₂-Emissionen entlang der Zulieferkette zu reduzieren („Scope 3“), werden in Pilotprojekten innovative und nachhaltige Technologien erprobt, die den CO₂-Fußabdruck auch in diesem Bereich langfristig senken.

CO₂-Emissionen, die sich durch Umstellung auf Grünstrom und Senkung der Verbräuche kurzfristig nicht vermeiden lassen, gleicht Miele mit hochwertigen Kompensationsprojekten aus. International zertifizierte Standards und Kriterien, sowie Verifizierungen durch unabhängige Dritte stellen die Qualität sicher. „Alle in Frage kommenden Projekte haben wir sehr kritisch geprüft und sorgfältig ausgewählt“, verdeutlicht Breit. Im Ergebnis unterstützt der Hausgerätekonzern zum Beispiel den Einsatz von Solarthermieanlagen in Indien, um umweltfreundliche Energie zu liefern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. In einem Biogas-Projekt in Nepal wird Biomasse als Energiequelle genutzt, wodurch der umweltvernichtende Einsatz von Feuerholz zum Kochen überflüssig wird. Eine Verbindung zu den Produkten des Unternehmens schafft die Unterstützung eines Agroforstprojekts mit nachhaltigem Kaffeeanbau in Nicaragua. Technische und finanzielle Unterstützung hilft den dort lebenden Bauern, eine umweltverträgliche Plantagenwirtschaft zu betreiben.

Hinzu kommen Aufforstungsprojekte in Uganda, das in den letzten 20 Jahren über
40 Prozent seiner Waldfläche verloren hat, sowie in den USA im Bundesstaat Mississippi. Das Projekt zur Aufforstung von neuen Hartholz-Waldflächen befindet sich im Mississippi Alluvial Valley, das als eines der wichtigsten Laubholz-Ökosysteme Nordamerikas gilt. Als Technologieführer seiner Branche unterstützt Miele zudem bewusst die Förderung innovativer technologischer Ansätze zur CO₂-Reduktion beziehungsweise Abscheidung und Speicherung („Sequestrierung“). So soll mit einem Projekt in Österreich und Deutschland die CO₂-Entfernung aus der Atmosphäre und Speicherung von Kohlenstoff für die landwirtschaftliche Nutzung vorangetrieben werden.

Mit der Entscheidung, bereits in diesem Jahr CO₂-Neutralität in „Scope 1“ und „Scope 2“ zu erreichen, baut Miele sein jahrzehntelanges Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz konsequent weiter aus. „Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil der DNA unseres Unternehmens, angefangen mit der Philosophie der Gründer, auf besonders langlebige Produkte zu setzen“, erklärt Markus Miele.


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