Die diesjährige „Alles für den Gast“ in Salzburg präsentierte sich Anfang November erneut als dicht gefüllte Leitmesse für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Hallen waren über weite Strecken stark frequentiert; die Wege zwischen den Ständen verdichteten sich spätestens ab dem späten Vormittag. Auffällig war die Mischung aus klassischen Küchen- und Spültechnikherstellern, neuen Konzeptanbietern, digitalen Lösungen und einer wachsenden Zahl an branchenfremden Lifestyle- und Wellnessanbietern.
Küchen- und Gerätetechnik im Fokus
Robot Coupe zeigte ein erweitertes Sortiment an Stabmixern und Küchengeräten, klar strukturiert und mit mehreren Live-Demonstrationen. Der Stand platzierte sich sichtbar im Bereich Produktneuheiten und zielte auf Anwender in der professionellen Küche, die robuste, langlebige Technik suchen.
Auch Miele war mit einem kompakten, auf Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichteten Stand präsent. Dort standen Wasch- und Reinigungstechnologien im Mittelpunkt, flankiert von Botschaften rund um Energieeinsparung und den Einsatz von Propan als Kältemittel.
Winterhalter und Lohberger belegten in der großen Halle zentrale Positionen. Winterhalter setzte erneut auf helle, hinterleuchtete Wände und eine klare Präsentation der Spültechnik samt Gläsersystemen. Lohberger rückte – passend zum 100-jährigen Firmenjubiläum – ihre handwerkliche Kompetenz und Planungsstärke in den Vordergrund. Die Besucherfrequenz an beiden Ständen war durchgehend hoch.
Hobart präsentierte seine Spültechnik unter dem Motto „Work smart, not hard“ und lenkte die Aufmerksamkeit auf Bedienerfreundlichkeit durch Sensorik, optimierte Korbführung und ökonomische Arbeitsabläufe. Mehrere Produktlinien, inklusive Ecomax, wurden vor Ort im Betrieb gezeigt.
Prozess- und Konzeptanbieter
HappyBytz zeigte ein vollautomatisiertes Koch- und Snack-Konzept, das erkennbar das Interesse vieler Messebesucher weckte. Der Ansatz bewegt sich klar im Bereich hochgradig standardisierter Produktion für Fast-Casual- oder Traffic-Standorte. Die Präsentation erfolgte über einen zentralen, beleuchteten Automaten, der über den Tag hinweg durchgehend demonstriert wurde.
Dirmeier und Ideal Ake stellten modulare Lösungen für Selfservice, Ausgabe und Kühlung vor. Die Gestaltung des Standes zielte auf Betreiber im Bereich Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung, die Wert auf robuste Technik und moderne Präsentationen legen. Die Besucherinteraktion wirkte hier besonders beratungsorientiert.
Breite Themenlandschaft und wachsender Lifestyle-Bereich
Neben klassischer Technik war die Messe erneut stark durchmischt: Anbieter wie Relax Sensation stellten Massageliegen und Wellnesskonzepte aus Holz vor, ein deutlicher Hinweis auf die fortschreitende Diversifizierung der Aussteller. In mehreren Hallen tauchten Möbel-, Spa- und Dekoranbieter auf, die zunehmend um Hotellerie- und Premiumgastronomie werben.
Gesamteindruck der Hallenstruktur
Der Blick von der Galerie zeigte die Kompaktheit der Hallen: eng gesetzte Stände, stark frequentierte Gänge und eine markante Konzentration der Küchen- und Spültechnikhersteller in bestimmten Hallenabschnitten. Auffällig war die hohe Zahl internationaler Aussteller im Bereich Convenience, Patisserie und Snacks, die vielfach großzügige Probierflächen eingerichtet hatten.
Schwerpunkte der Besucherinteressen
Die Gespräche an den Ständen drehten sich überwiegend um Energieeffizienz, Automatisierung, Personalmangel und Prozessvereinfachung. Viele Anbieter präsentierten dazu passende Lösungen – von sensorgesteuerter Spültechnik über automatisierte Kochsysteme bis zu optimierten Kühl- und Ausgabeprozessen.

