Tipp: Burger Unser – Buchbesprechung

Rezension

Und wir dachten schon, das Thema Burger sei durch. Weit gefehlt. Durch ist höchstens mal der Standard-Burger, den man so beim McKing um die Ecke bekommt.

Es gibt Menschen, die es darauf abgesehen haben, DEN EINEN, den anbetungswürdigen Burger der Oberklasse zu bauen. Wahrscheinlich deswegen hat man sich auf den Titel “Burger Unser” kapriziert – mit optischer Anlehnung an Altmeister Dürer’s betende Hände.

Hubertus Tzschirner, wohlbekannt als Sous-Vide-Koryphäe, und weitere seeehr(!) kundige Autoren (Nicolas Lecloux, Dr. Thomas Vilgis, Florian Knecht, Nils Jorra) haben sich mit Foodporno-Fotograf Daniel Esswein zusammen getan und ein neues Standardwerk für die Oberklasse herausgebracht.

Seit letzter Woche bei uns in der Redaktion – und schon nach 4 Tagen so abgegriffelt, dass man meinen könne, wir hätten nichts anderes zu tun als Burger-Rezepte zu studieren. Obwohl der Text häufig schwieriger zu lesen ist, als wenn er platt in schwarz-auf-weiß gedruckt wäre. Macht nichts. Für Interessantes strengt man sich gern mal an. Auch beim Lesen.

Der Reihe nach:

  • Aufbau:
    • Klar gegliedert, selbst die Herstellung perfekter “Buns” (Burger-Sprache für’s Brötchen) wird minutiös beschrieben. Was will ein High-end-Burger auch in der Standard-Sesamsemmel?
    • Ausführliche Anleitung für die Herstellung unterschiedlicher “Patties” (Burger-Sprache für die Frikadelle in der Mitte), angereichert mit Tipps und Hintergrund-Infos. Warum z.B. ein gesalzenes Patty nach dem Braten schön aufgeht und ein ungesalzenes eher körnig und flach wirkt.
    • Saucen (im Buch Soßen genannt), die es in sich haben. Neben üblicher Ableitungen von der guten alten Mayonnaise und dem Ketchup gibt’s massiv Tipps und Rezepte für tolle Eigenkreationen.
    • Beilagen-Teil von “wie werden Süßkartoffeln knusprig” bis “Rotkohl mariniert” mit ausführlichen Rezepturen
    • Massiver Rezepte-Teil mit Fotos vom anderen Stern (danke, Daniel Esswein!)

Mein derzeitiger Favorit: Der Brie-Burger. Aber auch der Saupreiß ist weit vorne. Ungeachtet dessen, dass Burger einen hohen Aufwand an manuellen Arbeiten erfordern, bieten sie, richtig gut gemacht, ein prima Highlight auf Speisenkarten. Und wenn’s nur einer ist, der dort seinen Einzug hält.

Die Rezepte bieten Platz für Eigen-Kreation – als Anregung sind sie auch so schon perfekt zum Nachmachen. Nach dem Ruhrpott-Motto “Wofür bisse berühmt?” – Der Burger eben, dessentwegen sich der Gast extra ins Auto setzt.

Fazit: Für alle, die den brutal guten Burger aus hauseigener Manufaktur und fernab von standardisiertem Bekannten anbieten wollen, die perfekte Bibel.

Tipp für die Speisenkarte: Ausführlich beschreiben und die Zutaten anpreisen, am besten mit einer schönen Geschichte garniert.

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Kauftipp.

 


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